Fachkräfte gelten als entscheidender Wettbewerbsfaktor. Umso wichtiger ist es, dass gute Mitarbeiter lange im Unternehmen bleiben. Wie das gelingen kann, war Thema des jüngsten IHK-Fachkräftetags.

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften macht vor kaum einem Unternehmen halt. Doch fehlender Nachwuchs ist nicht das einzige Problem. „Fachkräftemangel bedeutet nicht nur, keine geeigneten Mitarbeiter zu finden, sondern auch, sie im Unternehmen zu halten. Umso bedeutsamer ist das Thema des heutigen IHK-Fachkräftetags: ‚Geh nicht!‘ – Gibt’s nicht – Wie die Guten gerne bleiben stand im Mittelpunkt dieses Tages, zu dem mehrere hundert Gäste aus ganz Bayern gekommen waren.

Rund 80 Besucher folgten den Ausführungen von Dr. Michaela Simon, Geschäftsführerin von Dr. Simon & Partner, die eines der 6 Foren mit dem Thema „Mitarbeiter gesund im Unternehmen halten“, leitete.

Gemeinsam mit ihrer Partnerin aus der Villa in Pfersee, Renate Siebert, Geschäftsführerin des SAM Executive Search HR Kompetenzcenter GmbH, führte Michaela Simon aus, dass die fehlenden  rund 6,5 Mio. Fachkräfte zu mehr als der Hälfte durch 3 entscheidende Faktoren ausgeglichen werden können:

  • 2 Millionen durch Frauen
  • 1,2 Millionen durch Ältere
  • + ca. 800.000 Fachkräfte durch Zuwanderung (vgl. Mc Kinsey Studie „Wettbewerbsfaktor Fachkräfte“ )

Das heißt, wenn Unternehmen ihre Hausaufgaben machen und Frauen wirklich förderten, beispielsweise dadurch, dass sie Chancengleichheit sicherstellen, flexiblere Modelle für Frauen weiterentwickeln und Instrumente der Lebensarbeitszeit nutzen, könnte ein Teil der Fachkräfte Lücke ausgeglichen werden

Ein weiterer wichtiger Faktor ist ein ernstgemeintes, ganzheitliches und systematisches Gesundheitsmanagement, das eine Investition in Mitarbeiterbindung und damit Wettbewerbsfähigkeit ist, was auch mittlerweile wissenschaftliche Studien belegen.

Mit diesem Instrument ließe sich auch die Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitern bis ins „hohe Alter“ erhalten. Signifikant hierfür sind gezielte Maßnahmen der Gesundheitsförderung, gute Arbeitsplatzausstattung und insbesondere gesunde Führung.

Wichtig sei auch, so Dr. Simon, zu berücksichtigen, was die unterschiedlichen Generationen xyz, die sich derzeit im Arbeitsprozess befinden, erwarten und brauchen, um gut motiviert und gesund zu arbeiten:

  • ein umfassendes Gesundheitsmanagement,
  • gute Führung, die auf Augenhöhe und kontinuierlich kommuniziert,
  • die Vereinbarkeit von beruflichen und privaten Interessen sowie
  • gezielte und qualitativ hochwertige individuelle Entwicklungsmöglichkeiten

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